Wein aus Italien

Italien
Rebfläche (2011):
786.000 ha (3)
Jahresproduktion (2011):
41,6 Mio hl (2)
Wichtigste Rebsorten (Menge):
Sangiovese (r), Montepulciano (r), Trebbiano (w), Catarratto Bianco (w)
Weinexport int. (2011):
24,3 Mio hl (1)
Weinexport D (2011):
6,4 Mio hl (1)

Mit der neuen EU-Weinmarktordnung trat August 2009 auch eine Änderung bei der Bezeichnung von Weinqualitätsstufen und -bezeichnungen in Kraft, die aus dem Herkunftsschutzsystem des gemeinschaftlichen Lebensmittelrechtes übernommen wurden. Damit trägt auch der Wein verstärkt dem Kriterium Herkunft/ Ursprung Rechnung.
Für die Verwendung der neuen Bezeichnungen gibt es eine Ausnahmeregelung. Es dürfen alternativ die alte und/oder neue Kennzeichnung verwendet werden. Dies soll einer Gleichsetzung von DOC und DOCG (beide DOP) vorbeugen. Demnach sind in den nachfolgenden Erklärungen die neue und die alte Kennzeichnung aufgeführt.

Vino da Tavola (VdT ) / Vino da Italia

Die Bezeichnung Vino da Tavola ist mittlerweile verboten.
Nach der neuen Kennzeichnung (Vino da Italia) dürfen diese Weine nun auch Rebsorten- und oder/ Jahresangaben enthalten. Es handelt sich hierbei um die niedrigster der Qualitätsstufen.

Indicazione Geografica Tipica (IGT) / Indicazione Geografica Protetta (IGP)

Der Wein muss aus dem festgelegten Gebiet stammen und bestimmten Kriterien entsprechen, z.B. Rebsorte, Ertrag, Mindestalkohol usw. Hier finden sich auch einige Spitzenweine, die keinen DOC-Status haben, sei es weil sie neue Ausbauverfahren oder nicht zugelassene Rebsorten verwenden.

Denominazione di Origine Controllata (DOC) / Denominazione di Origine Protetta (DOP)

Hierbei handelt es sich um Weine einer kontrollierten Herkunft, bzw. eines geschützten Ursprungs. In dieser Stufe gibt es strenge Vorschriften bzgl. Erträge, Rebsorten, Weinbau- und Vinifizierungstechniken, Art der Lese und Alkoholgehalt sowie Weinanalysen und Verkostungen.

Denominazione di Origine Controllata e Garantita (DOCG)/ Denominazione di Origine Protetta (DOP)

Die kontrollierte und garantierte Herkunftsbezeichnung ist ein Prädikat für Weine höchster Qualität. Die Anforderungen gegenüber den DOC-Bestimmungen sind verschärft. Dennoch wird es mit dem neuen Bezeichnungsrecht durch DOP abgedeckt.

Kleines Etiketten-Know-How:
  • Classico: Zusatz für Weine aus den DOC-Gebieten Soave, Bardolino, Valpolicella, Chianti und Orvieto mit den besten Anbauvoraussetzungen kommen (qualitativ besser bewertete Kerngebiet)
  • Superior: Wein mit höherem Alkoholgehalt als erforderlich
  • Riserva: Hinweis auf längere Fasslagerung als vorgeschrieben
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